Schrei der Seele
80x100
Acryl auf Leinwand
10.8.2026
Mit Schrei der Seele führt Hans-Peter Hauer den Betrachter unmittelbar in einen Zustand innerer Erschütterung. Im Zentrum des Werkes steht ein deformiertes menschliches Gesicht, dessen weit aufgerissener Mund zum eindringlichen Symbol eines Schreis wird. Es ist jedoch kein konkreter Schrei einer bestimmten Person, sondern scheint eine universelle menschliche Erfahrung auszudrücken:
Angst, Schmerz, Verzweiflung und die Sehnsucht, gehört zu werden.
Die überdehnten Gesichtszüge lösen die Grenzen des realen Körpers auf. Schwarz, Rot und Violett durchdringen die Figur und verbinden sie mit dem bewegten Hintergrund. Spritzer, Tropfen und impulsive Pinselspuren verleihen der Bildfläche eine spürbare körperliche Energie. Die Farbe scheint nicht nur aufgetragen, sondern geradezu aus einem inneren Zustand heraus auf die Leinwand geschleudert worden zu sein.
Hauer verbindet damit figurative Malerei mit einer expressiven, gestischen Bildsprache. Die Verzerrung der menschlichen Gestalt erinnert an den Expressionismus, während die spontane Farbsetzung und die Spritztechnik Anklänge an das Action Painting erkennen lassen. Dennoch steht keine kunsthistorische Stilzuordnung im Vordergrund, sondern die unmittelbare emotionale Wirkung.
Besonders eindrucksvoll ist die Spannung zwischen Figur und Auflösung. Der Mensch ist noch klar erkennbar und droht zugleich im Geflecht aus Linien und Farbe zu verschwinden. Körper und Umgebung werden zu einer einzigen emotional aufgeladenen Bildfläche.
Schrei der Seele ist damit weniger ein Porträt als ein psychologisches Bild. Hauer macht einen inneren Zustand sichtbar, der sich einer rationalen Sprache entzieht. Der offene Mund wird zum Sinnbild für all das, was sich nicht sagen lässt und gerade deshalb umso eindringlicher nach außen drängt.
Das Werk fordert den Betrachter nicht nur zum Sehen auf, sondern zur emotionalen Resonanz. Es ist ein Bild über menschliche Verletzlichkeit, über innere Abgründe und über den Moment, in dem aus stummer Empfindung ein Schrei wird.
Über mich und meine Kunst
Hans-Peter Hauer, geboren am 14. Oktober 1959 in Linz, Oberösterreich, erlernte den Beruf des Malers und Anstreichers. Im Jahr 1998 legte er in St. Pölten seine Meisterprüfung ab. Darüber hinaus war und ist er als Ausbildner und Prüfer für Maler und Beschichtungstechniker tätig.
Sein künstlerisches Schaffen begann bereits im Jahr 1971. Hans-Peter – oder einfach Peter, wie ihn viele nennen – entwickelte seine künstlerischen Fertigkeiten weitgehend autodidaktisch. Durch Beobachtung, eigene Versuche, ständiges Üben und intensive Auseinandersetzung mit Fachliteratur erarbeitete er sich über viele Jahre sein Wissen und seine persönliche künstlerische Handschrift.
Die Welt der Farben faszinierte ihn bereits in frühester Jugend. Die Farbenlehre, ihre Wirkung und die Bedeutung unterschiedlicher Farbtöne wurden zu einem wichtigen Bestandteil seines künstlerischen Schaffens. Im Laufe der Jahre beschäftigte er sich intensiv mit Öl-, Aquarell- und Acrylmalerei.
Seinen eigenen Stil zu finden, war für den österreichischen Maler ein langer und herausfordernder Prozess. Viele Jahre befand er sich auf der Suche nach jener Ausdrucksform, die wirklich zu ihm passte. Dabei war er stets bereit, neue Wege zu gehen, Risiken einzugehen und mit unterschiedlichen Techniken und Stilrichtungen zu experimentieren.
Denn für Hans-Peter Hauer gilt:
„Die Kunst muss nichts – die Kunst darf alles!“
Diese Offenheit gegenüber Neuem bewahrte ihn davor, in Routine zu verfallen, und ließ ihn immer wieder neue Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks entdecken.
Im Jahr 2016 war es schließlich so weit: Hans-Peter Hauer fand seine eigene Richtung und entwickelte seinen persönlichen Malstil.
Eine besondere Liebe und Leidenschaft gilt dabei der Porträtmalerei, die inzwischen wieder einen wichtigen Platz in seinem künstlerischen Schaffen einnimmt. Gleichzeitig bleibt er offen für andere Kunstwerke und Kunstrichtungen, die ihm eine abwechslungsreiche und kreative Weiterentwicklung ermöglichen.
Seine Kunst entsteht mit viel Liebe zum Detail, Inspiration, Fantasie und persönlichen Gedanken. Dabei entstehen Werke, die unterschiedliche Stimmungen, Sichtweisen und Ausdrucksformen miteinander verbinden.
„Es ist ebenso interessant und schwer, etwas gut zu sagen, wie es gut zu malen ist.“
Mit seinen Werken konnte Hans-Peter Hauer bereits mehrere Ausstellungen gestalten, unter anderem in Wien, Linz und Bad Schallerbach.
Seine Bilder bietet er zum Kauf an. Die jeweiligen Preise werden von ihm beziehungsweise seiner Vertretung festgelegt und sind nicht verhandelbar.
Dabei ist er überzeugt:
Der Wert eines Kunstwerkes liegt nicht allein in Farbe und Material, sondern in der Zeit, der Erfahrung, der Inspiration und der Leidenschaft, die in ihm steckt. Wer Kunst wirklich versteht und ihre Besonderheit zu schätzen weiß, wird auch den dafür festgelegten Preis verstehen und gerne bereit sein, diesen zu bezahlen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, Anfragen zu seinen Kunstwerken zu stellen oder eine Besichtigung zu vereinbaren.
Auch Auftragsarbeiten fertigt Hans-Peter Hauer gerne an – nach einer Vorlage, beispielsweise einem Foto, oder nach persönlicher Absprache.
Seine künstlerische Haltung lässt sich vielleicht am besten mit seinen eigenen Worten beschreiben:
„Wenn ich wüsste, was KUNST ist, ich würde es für mich behalten!“
HP – Hans-Peter Hauer
Kunst ist Ausdruck von Haltung, Erfahrung und Leidenschaft. Jedes Werk entsteht mit Sorgfalt, Präzision und dem Anspruch, einen bleibenden Wert zu schaffen – Kunst, die zum Innehalten einlädt, berührt und über den Augenblick hinaus wirkt.
Der wahre Wert eines Kunstwerkes lässt sich nicht allein an Farbe, Material oder Arbeitszeit messen. Er liegt ebenso in der Erfahrung des Künstlers, in der Idee, der Inspiration, der Hingabe und in all jenen Gedanken und Emotionen, die in ein Werk einfließen.
Ein Preis ist eine Zahl – der persönliche und künstlerische Wert eines Werkes geht weit darüber hinaus. Wer Kunst nicht nur betrachtet, sondern sie wirklich versteht, ihre Besonderheit erkennt und ihre Entstehung zu schätzen weiß, wird auch den festgelegten Preis nachvollziehen können. Und manchmal zeigt sich wahre Wertschätzung darin, dass ein Kunstliebhaber sogar bereit wäre, mehr zu geben, als verlangt wird, weil er den Wert des Werkes für sich persönlich höher einschätzt.
Denn ein außergewöhnliches Kunstwerk hat keinen Wert allein dadurch, was es kostet – sondern dadurch, was es einem Menschen bedeutet.